Meilensteine 4

 

Bezeichnung des Meilensteines und Inhalt

  • Führungskräfteentwicklung: Umsetzungstraining & Reflexion der neuen Stellenbeschreibungen und Standards

     

    Die erarbeiteten Stellenbeschreibungen und die Ergebnisse aus dem Meilenstein 2 werden auf ihre praktische Umsetzung überprüft. Hierfür werden vom Projektteam passende Analysetools erstellt, anhand derer die Umsetzung der Stellenbeschreibungen im Alltag evaluiert wird und hieraus bei Bedarf Nachbesserungen eingeleitet werden.

 

Teilnehmer*innen und Akquise

Der Zugang zu den Befragten erfolgt auf unterschiedliche Weise, z.B. durch digitale Befragung und persönliche Gespräche u.a. im Rahmen der etablierten AWO Solingen connected Veranstaltungen. Es werden alle Abteilungen und Ebenen mit einbezogen, Mitarbeiter*innen, Leitungen, Buchhaltung, Personalabteilung, Arbeitssicherheitsbeauftragter, sodass hierdurch eine umfassende Einschätzung über die Umsetzung der erarbeiteten Leitungsaufgaben vorgenommen werden kann. Um möglichst valide Antworten zu erhalten, werden die Befragten vorab nicht über die Intention der Befragung informiert, damit diese eher ad hoc antworten und somit die Realität widergespiegelt wird. 

 

Methodeneinsatz

In diesem Meilenstein kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Im Rahmen von persönlichen Austauschtreffen, wie z.B. das regelmäßig stattfindende AWO Solingen connected Treffen, werden die Mitarbeitenden zu bestimmten Themen befragt, wie z.B. ob sie schon ein jährliches Mitarbeitergespräch mit ihrer Leitung geführt haben, über das laufende Fortbildungsangebot informiert werden, sich bei Problemlagen und Anliegen an ihre Leitung wenden können, etc. Um möglichst viele Antworten zu erhalten wird zusätzlich eine Befragung eingesetzt, welche digital bzw. ausgedruckt an die Mitarbeiter*innen verteilt wird und alle relevanten Fragen zu den Themen abbildet, aus denen Rückschlüsse zur Umsetzung der Stellenbeschreibungen und der internen Kommunikation aus Meilenstein 2 gezogen werden können. Ebenfalls werden in der Personalabteilung alle neu eingestellten Mitarbeiter*innen des Unternehmens erfragt, diese werden anschließend kontaktiert, um eine Einschätzung zu ihrem Onboardingprozess zu erhalten, die ebenfalls Rückschlüsse auf die Umsetzung der Führungsaufgaben zulässt. Diese Befragung findet digital statt, um den Befragten Anonymität zuzusichern. Auch wird die Buchhaltung mit einbezogen, da diese Aussagen über die Umsetzung finanzieller Aufgaben machen kann, sowie auch der Vorstand. Die Sichtung der Homepage zeigt, welche Arbeitsbereiche eine regelmäßige Aktualisierung vornehmen, das Thema UVV Unterweisung kann anhand von abgeschlossenen digitalen Lerneinheiten überprüft werden. Die Personalabteilung kann Aussagen zu erfolgten BEM Gesprächen, Mitarbeiterjahresgesprächen, erstellten Arbeitszeugnissen und Urlaubs- und Zeiterfassungen machen.

 

Wichtig ist, dass das Projektteam nicht als kontrollierende Einheit wahrgenommen wird, da dies den weiteren partizipativen Projektverlauf negativ beeinträchtigen würde. Der Fokus liegt auf der Frage, WARUM Prozesse und Aufgaben nicht umgesetzt werden können, es geht hier um die gemeinsame Weiterentwicklung und Optimierung des Unternehmens und die Reflexion, ob vorab vereinbarte Dinge umsetzbar sind.

„Die Durchführung einer anonymen Umfrage ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung:

Ehrliches und unvoreingenommenes Feedback: Ohne Angst vor Identifizierung oder Beurteilung ist es wahrscheinlicher, dass die Teilnehmer echte Antworten geben, was zu genaueren und unvoreingenommenen Daten führt.

Erhöhte Beteiligung: Durch die Anonymität werden Bedenken hinsichtlich Datenschutzverletzungen oder -folgen beseitigt, was zu einer höheren Rücklaufquote und einer repräsentativeren Stichprobe führt.

Überwindung der sozialen Erwünschtheitsverzerrung: Der soziale Erwünschtheitseffekt bezieht sich auf die Tendenz der Befragten, Antworten zu geben, die sozial akzeptabel oder erwartet sind, anstatt ihre wahre Meinung zu äußern. Anonyme Umfragen minimieren diesen Effekt, indem sie den Anpassungsdruck beseitigen und den Teilnehmern ermöglichen, authentischere und offenere Antworten zu geben.

Versteckte Probleme aufdecken: Anonyme Umfragen können zugrunde liegende oder sensible Probleme aufdecken, die Einzelpersonen möglicherweise nur ungern offen offenlegen. Durch die Bereitstellung einer vertraulichen Plattform können Organisationen Einblicke in potenzielle Probleme, Konflikte oder Bedenken gewinnen, die andernfalls möglicherweise unbemerkt bleiben würden.“

https://ahaslides.com/de/blog/anonymous-survey/

 

 

Praktische Umsetzung

Januar      2025

Auseinandersetzung mit adäquaten Analysetools

Febr.-März 2025

Entwicklung eines Fragenkataloges, Zuordnung Fragen und Befragte (Personalabteilung, Leitung, Buchhaltung, Mitarbeiter*innen)

Mai            2025

Austauschtreffen mit persönlicher Befragung und anonymisiertem Fragebogen

Juni      2025

Befragung Buchhaltung, Personalabteilung, Arbeitssicherheit, IT Abteilung  zu den festgelegten Themen, siehe Dokumente

Juli            2025

Evaluation aller neuen Mitarbeiter*innen im Unternehmen in Personalabteilung

Versendung digitale Befragung neue Mitarbeiter*innen

August 2025

Deadline digitale Mitarbeiterbefragungen

Oktober 2025

Qualitätszirkel auf Leitungsebene zur Reflexion und Umsetzung der neuen Stellenbeschreibungen unter Berücksichtigung der Umfrageergebnisse

November 2025

Befragung des Vorstandes

Dezember 2025

Auswertung aller Befragungen und Fazit

Februar 2026

Thematisierung der erarbeiteten Stellenbeschreibungen und Optimierung im Rahmen der Klausurtagung.

 

Ergebnis/ Reflexion

„Aus humanistischer Perspektive wird hervorgehoben, dass Partizipation allgemeinen Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Menschen entgegenkommt – und deshalb zwingend notwendig ist. Menschen wollen Leistung bringen, Anerkennung erfahren und kreativ sein dürfen. Ist dies auf Dauer nicht möglich, werden Mitarbeitende unzufrieden, krank oder verlassen das Unternehmen.“ „Partizipation hingegen kann viele positive Effekte haben:

  • schnellere Umsetzung von Strategien und Plänen

  • weniger Kontrolle von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

  • bessere Kommunikation und Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden

  • grundsätzlich bessere Motivation der Mitarbeitenden

  • Rückgang von Krankenstand und Fluktuation“

https://www.business-wissen.de/artikel/mitarbeiterpartizipation-wie-sie-mitarbeiter-einbeziehen/

 

Fotos / Dokumente / Formblätter

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